Montag, 15. Februar 2010

雪祭り- Schneefest

Etwa Mitte Dezember setzte nun endlich der lang erwartete (angeblich ein halbes Jahr liegende) Schnee ein. Seither hat es eigentlich nicht auffällig oft geschneit, wenn aber mal etwas runter kommt, dann gleich so viel, dass es festgetreten ist bevor man es zur Seite räumen, bzw. bevor es weg schmelzen kann. Denn die Temperaturen liegen eigentlich im Durchschnitt um die -5°. Natürlich gab es auch schon bedeutend kältere Tage mit -16°, allerdings im Gegensatz dazu dann auch fast wieder Tauwetter! Folgende Bilder sind auf dem Weg zur Uni entstanden. Es hatte über Nacht geschneit und ich bin extra etwas früher los um Bilder zu schießen, sodass eben auch vor mir kaum einer dort lang ist! Von diesem Tag stammt übrigens auch das Bild im Kopf des Blogs... Ein Traum, nicht?



Das letzte Bild ist auf dem Weg von meinem Wohnheim zum Hauptbahnhof entstanden. Es gibt dort einen kleinen Weg, der sicher auch zur Kirschblütenzeit sehr idyllisch aussehen wird :-P.
Auf der selben Strecke wurde auch dieses Bild geschossen. Man kann doch den armen Koreanern nicht vorenthalten, was ein Schneeengel ist...













Mittlerweile sind Gehweg und Straße von riesigen Schneehaufen getrennt, was man auch auf dem Bilder aus Obihiro sehen kann. Irgendwie gibt das ein besonderes Gefühl der Sicherheit. Natürlich kann das ganze auch schnell ins Gegenteil umschlagen. Nach mehrmaligem Tauwetter und erneutem Schneefall hat sich auf den Straßen eine bestimmt 15cm dicke Schnee-Eis-Decke gebildet, die mal schnell zur Schlitterbahn werden kann. Stürze sind also keine Seltenheit hier, aber man ist ja ausgerüstet und hat durch einen lustigen Zufall Spikes in den Schuhen! Dieses Foto ist auf dem Unigelände entstanden, nachdem es tagsüber mal wieder um die 1° waren und am Abend der Schnee gefroren ist. Warum der Himmel immer so rot ist bei den Nachtaufnahmen verstehe ich nicht. Vermutlich ist das die ganz normale Smog-Decke, die die Lichter der Stadt reflektiert...

Und hier noch ein paar lustige Fahrradbilder :-D, die verschwinden nämlich auffällig oft im Schnee:










Noch so ein Phänomen: Der Schnee wird auf Bildern grün, wenn Laternen in der Nähe sind *Schulter zuck*





So, nun aber zum Schneefest. Eigentlich ist es ja eine Schande, da gibt es nur ein einziges, wirklich, wirklich riiiiesiges und internationales Event (ist Event sächlich?) und ich habe es nicht einmal wirklich geschafft hinzugehen... Ich schäme mich! Der Grund ist ganz einfach, ich habe „traditionelle, deutsche Mandeln“ verkauft. Um genau zu sein, war ich jeden Tag dort, nur habe ich dann meistens bis 10 Uhr abends gearbeitet und dann wurden auch schon die Lichter ausgemacht und alles stand im Dunkeln da! An den zwei Tagen, die ich nicht Vollzeit gearbeitet habe, bin ich nach Hause geeilt um für die Abschlussprüfungen zu lernen. Das ist aber auch gemein, die genau in die Zeit vom Schneefest zu legen. Ich habe dennoch einiges sehen können und hier sind die Fotos:

Vorbereitungen im vollen Gange. Zuvor wurden riesige Holzkästen gebaut um den Schnee sacken zu lassen...


Schon sehr beeindruckend, wenn man plötzlich neben so einer riesigen Schneewand steht!


Schulklassen machen übrigens auch immer mit, die bekommen dann einen kleineren Block zum bearbeiten.





Das nächste Bild habe ich hochgeladen, weil einer meiner Kommilitonen als Freiwilliger am rechten Ohr von Mickey Maus mitgearbeitet hat (oder war es das linke?).
Was man ebenfalls sehr schön sieht, sind die kleineren Schneeblöcke hinter der braunen Hütte (von der mir gerade auffällt, dass das meine war, das wusste ich da nur noch nicht). Aus denen wurden später kleinere Figuren...


Der Schnee wurde mit Baggern angekarrt und von dem Eisgebäude wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass ich es spter jeden Tag sehen würde. Ich glaube ich wusste da noch nicht einmal, dass ich überhaupt arbeiten werde. Das war alles recht spontan!
Den tauben war übrigens so kalt, dass sie keine Anstalten gemacht haben, sich zu bewegen. Kurz vor Festbeginn waren die temperaturen nämlich plötzlich auf -15° gesunken *bibber*

Ja und so sah das ganze dann hinterher aus:

Hauptattraktion dieses Jahr war die Dresdner Frauenkirche!

Sehr schön zu sehen auf diesem Bild ist die lange Warteschlange für das "perfekte Foto". Man bekommt dann ein Pappmaché-Hokkaido mit der Jahreszahl und einen lustigen Schneemann in die Hand und wird professionell fotographiert!

Hier ein Koreanisches Gebäude und Mickey Maus nun im fertigen Zustand:



Und hier das Eis-Gebäude dem ich jeden Abend gegenüber stand:

Wenn man den ganzen Tag so einer Bühne gegenüber steht wird einem übrigens wieder klar, dass es Dinge an der japanischen Kultur gibt, die man nicht verstehen muss. Dazu gehören kreischende Mädchen-Bands und erwachsene Männer, die offenbar nichts anderes zu tun haben als zu versuchen sich synchron zu bewegen. Ich meine ich rede hier nicht von irgendwelchen Milch-Bubis wie den BackStreet Boys, die noch nicht wissen wo sie hin wollen im Leben. Diese Leute sahen mindestens aus wie 27 oder so, was heißt dass die in jedem Fall jenseits der 30 gewesen sein müssen, schließlich waren es Japaner! Aber vermutlich war das alles nur so komisch, weil die bei Minusgraden im T-Shirt und kurzer Hose da oben standen, da würde ich auch kreischen und komisch durch die Gegend zucken!

Hier eine Sammlung der kleineren Skulpturen. Mit dabei: Super-Mario, Snoopy. Micheal Jackson, Thomas die Lokomotive und natürlich einige Dinge von Hayao Miyazaki wie zum Beispiel der nicht mehr nur Japanophilen bekannte Nachbar Totoro (rechts oben) und ein kleiner (ziemlich großer) Waldgeist aus Prinzessin Mononoke (gleich unter dem Bären im Bierkrug, eine Skulptur die übrigens mit "Deutsches Weißbärbier" betitelt wurde. Eine Anspielung auf Knut: Weißbär = Polarbär)

Zum krönenden Abschluss habe ich mir mal eine von den vielen großen Skulpturen rausgesucht und viele Detail-Aufnahmen gemacht, mit denen ich Euch jetzt hier vollballern werde. Das wurde von einem Tierpark gesponsert (wie man vielleicht vermuten könnte). Viel Spaß beim schauen:







































Der Verkauf der Mandeln hat mir übrigens verspätete Weihnachtsstimmung und ein hübsches Sümmchen Geld eingefahren und deckt einen Großteil der Unterkunftskosten für meine bevorstehende Reise! Die werten Herren aus Heide werden wohl auch im Sommer zum Bierfest wieder kommen. Dann für vier Wochen und ich denke ich werde die Gelegenheit nutzen, schließlich steht dann die Heimfahrt an und vorher muss man ja noch mal was sehen! :-D
Hui, der Zähler sagt 1016 Wörter und das in nur einer halben Stunde. Ich wünschte auf Japanisch ginge das so schnell, dann bräuchte ich mir wegen des zweiten Aufsatzes keine Sorgen machen :-(... (Wer sich jetzt wundert: da das Internet nicht geht, schreibe ich im Writer und da wird unten automatisch die Wortzahl eingeblendet. Ich denke das editieren im Blog wird mich nachher sicher noch mal einige Stunden kosten... [edit: etwa 5 um genau zu sein]).
Nun aber noch ein paar Bilder von einem Kurztrip letzte Woche:

小樽 - Otaru


Otaru ist eine kleine Hafenstadt nicht weit von Sapporo. Nachdem nun schon fast jeder einmal dort war, habe ich mich letzte Woche Donnerstag, mal wieder ein Feiertag (das ist fast wie in Bayern, ständig frei und keiner weiß wieso), auch mal mit Freunden auf den Weg gemacht. Anlass war das 12. Lichterfest der Stadt. Ein paar meiner Kommilitonen haben sich als Freiwillige gemeldet und dort tagsüber die durch Kerzen beleuchteten Eisskulpturen für die Nacht wieder hergerichtet (denn natürlich schmelzen die bei Feuer!). Nun ja, da ich mit dem Verkauf von „traditionellen, deutschen Mandeln“ beschäftigt war, bin ich also nur als Besucher hingefahren. Insgesamt ein sehr schönes und gelungenes Lichtermeer und sehr empfehlenswert für jeden, der sich mal hier in der Nähe aufhalten sollte. Auch Otaru selbst hat für einen Tagesausflug durchaus etwas zu bieten. Hier also ein paar Eindrücke:

Gleich vor dem Bahnhof standen schon ein paar Schnee/Eis-Häuser zum drin rum turnen!






Der "berühmte" Kanal bei leider etwas weniger gutem Wetter.







Hier sieht man ein paar freiwillige Helfer bei der Arbeit.







Es muss in Otaru tatsächlich sehr viel feuchter sein, denn in Sapporo habe ich solche Eiszapfen noch nicht gesehen!





Selbst in den Hinterhöfen standen überall Schneefiguren rum. Ansonsten hat mich die Architektur mit den dicken Backsteinen dort doch sehr an eine Burg erinnert...



Übrigens genau wie um Sapporo rum; überall sind in den Bergen Ski-Pisten zu erkennen.





Und nun genug rumgeplänkelt, hier endlich ein paar Bilder vom Lichterfest:

Natürlich hatte sich die Anzahl der Besucher seit unserer Ankunft am Nachmittag verdreifacht und es war beinahe unmöglich ein Fleckchen zu finden, an dem man nicht angestupst wurde, wie man rechts im Bild eventuell erahnen kann. Ich hab auch versucht von dort oben ein Bild zu schießen, nur leider wurde das sehr unscharf. Japanischer Fototourismus heißt übrigens auch, dass jeder mit 'nem fetten Stativ ankommt. Das ist mir beim Schneefest schon aufgefallen.


Ein Vorher-Nachher-Bild:


Und weil's so schön war noch eins:



Es gab zusätzlich noch eine extra Fußgängerzone, in der nur Beleuchtung zu sehen war, diese war sogar relativ lang. Ich glaube das war mal eine Bahntrasse, dann ab und zu konnte man noch die Gleise sehen, wie auf diesem Bild unten links. Ob die jetzt aber nur über den Winter oder aber richtig stillgelegt sind weiß ich nicht. Von dem kleinen Hügel im Hintergrund konnte man übrigens mit Ringen runterrutschen, deswegen stehen da so viele Menschen!


In einem der diversen Souvenir-Läden bin ich dann über das hier gestolpert, ein, wie auf dem Schildchen Stand, Ainu-Gott, der die Wälder beschützt. Das besondere an dem Ding ist, dass es mich doch sehr an das winzige Völkchen aus „The Legend of Zelda: The Minish-Cap“ erinnert, dass in den Wäldern und verborgen in der Stadt lebt und unter Büschen und in Krügen kleine Dinge wie Talismane und so versteckt... Leider habe ich keine Hinweise dazu auf diversen Spieleseiten gefunden und als mir gerade die Idee kam, dass ich ja mal nach dem Gott selber suchen kann, musste ich feststellen, dass das Internet noch immer nicht funktioniert... Ich wette die haben heute versehentlich eine Leitung zu viel angebohrt und nun ist die Verbindung pfutsch. Das würde wiederum bedeuten, dass ich mir meinen Aufsatz für heute Nacht sonstewohin stecken kann!

Überhaupt bin ich schon den ganzen Tag ziemlich angepisst. So etwa Mitte Dezember haben die hier angefangen das Wohnheim zu erweitern, sprich, sie bauen ein zweites Gebäude dran, das aber keinen separaten Eingang hat, sondern lediglich eine Verlängerung meines Hauses darstellt. Seit heute Morgen 11 Uhr bohren sie hier permanent in die Wand (ich wohne im vorletzten Zimmer im Gang, also nur eine Wand von der Außenwand entfernt), was mich ziemlich unsanft aus dem Schlaf gerissen hat, denn fleißiges Bienchen wie ich manchmal sein kann, habe ich bis 5 Uhr morgens an meinem Aufsatz gesessen. Mir blieb also nichts anderes übrig als aufzustehen und weiterzuarbeiten. Allerdings wurde die Internetverbindung immer schlechter und ich dachte ja zunächst, dass liegt an der Seite, die ich immer aufgerufen habe. Offensichtlich nicht, denn jetzt ist alles tot. Meine Befürchtung ist ja, dass das heute Nacht nicht mehr zum Laufen gebracht wird und ich jetzt bis 5 nicht einschlafen kann und somit nur blöde rum sitze (und als Folge dessen morgen den halben Tag verschlafe und nicht fertig werde). Es ist zum Heulen!
Seitdem die hier angefangen haben hat man keine ruhige Minute mehr. Die arbeiten tatsächlich die gesamte Zeit durch, auch Sonntags um 23 Uhr hört man noch Leute werkeln. Mit den lauten Arbeiten, wie Bohren und so, hören sie zwar immer pünktlich um 5 am Nachmittag auf, aber manchmal kann man sie eben doch hören... Das „tollste“ aber ist, dass man jetzt keinen Wecker mehr braucht, denn pünktlich um 8 Uhr versammeln sich alle genau vor meinem Fenster und machen bei immer der selben (Radio-)Musik Morgengymnastik. Das sieht dann so aus:

Leider habe ich vergessen die Musik an meinem PC auszumachen, sodass man die tolle Klaviermusik kaum hören kann...
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HAHA! ein Besuch beim Hausmeister macht’s möglich! Internet ist wieder da!

So und das nächste Mal werde ich dann von meiner Rundreise erzählen JUHU!

Dienstag, 5. Januar 2010

November

Für diesen Eintrag habe ich mal meine November-Fotos durchstöbert und musste feststellen, dass er doch recht ereignislos war. Naja, wir hatten Zwischenprüfungen, die aber alle irgendwie ganz human waren.
Am ersten Wochenende habe ich mir das Fahrrad von einem Mitbewohner geschnappt und bin mal ein bisschen rumgetourt, was mit den Klapperdingern hier echt ein Abenteuer ist! Danach konnte ich drei Tage nicht vernünftig sitzen und hatte außerdem Muskelkater im Hintern, weil die Sattel hier irgendwie alle locker sind. Zum Glück ist die Zunge noch dran, so oft wie ich mir das Knie ans Kinn gehauen habe (ich hatte eigentlich nie das Gefühl besonders lang zu sein, aber scheinbar ist eben doch alles relativ).
Naja, jedenfalls bin ich bis nach Hitsujigaoka (羊ヶ丘) und dem Sapporo-Dome gekommen. Das liegt recht weit im Süden, gehört aber glaube ich noch zur Stadt Sapporo. Den Dome (ja ich schreibe ihn mit Absicht mit e, da ich nicht den Eindruck erwecken will, dass es sich um einen (christlichen) Dom handelt) kann man schon von Weitem sehen, denn er scheint durch die diversen Hochhäuser durch wie ein riesiges UFO. Ich war erstmal ziemlich perplex, als ich das gesehen hatte, weil ich nämlich nicht wirklich wusste, dass der Dome direkt bei Hitsujigaoka liegt. Als ich gestern mal die Kanji für Hitsujigaoka gesucht habe, ist mir eine tolle neue Funktion bei Google Maps aufgefallen. Da gibt's jetzt eine StreetView-Funktion, wo gleich mal das Bild geklaut habe (hab' nämlich versäumt abzusteigen und selbst eines zu knipsen! Er ist etwas schwer zu erkennen, weil alles so grau war. Das macht es aber tatsächlich noch authentischer, denn an dem Tag, an dem ich da runter geradelt bin, sah es auch so aus als würde es jederzeit regnen.


Ansonsten zu Hitsujigaoka selbst: Da steht eine berühmte Statue von dem Gründer meiner Uni. Der Typ hieß William Smith Clark und seine Abschiedsworte waren "Boys, be ambitious", was auch unter der Statue steht.
Bei diesem Bild beachte man bitte diesen tollen kleinen weißen Tisch rechts im Bild. Der steht nur da, damit man da seinen Fotoapparat raufstellen kann! So ein Ding stand vor jedem Gebäude und überall gibt es eine Bildertafel wo man seinen Kopf rein stecken kann...

Drumherum gibt es noch ein paar Gebäude mit zum Beispiel einem SnowFestival-Museum, ansonsten hat man einen recht schönen Ausblick, wenn denn das Wetter mitspielt.Natürlich kam die Sonne erst raus, nachdem ich schon tausende Fotos geschossen hatte -_-



Hier der Sapporo-Dome von der Seite, da kann man dann auch die UFO-Form gut erkennen!





Auf dem Rückweg habe ich dann einen schönen Radweg entlang eines Flusses gefunden. Die Brücke habe ich fotographiert, weil sie Münchenbrücke heißt...



So, und wenn ich nicht unterwegs bin und Fotos schieße, dann treffen wir uns gerne mal und essen gemeinsam selbstgemachte Gerichte. Besonders die Koreaner sind irgendwie super im Kochen (yummie). Ich bin dagegen immernoch am Verzweifeln, wenn ich nur an meine High Tech Herdplatte denke! Ich dachte ja es gäbe Dinge, die kann ich so gut, dass ich sie nicht verhauen könnte. Und weil ich auch mal etwas Sinnvolles beisteuern wollte, habe ich Eierkuchen gemacht! Ohne Schüssel, Mixer und Gabel war mir vorher schon klar, dass das ganze recht abenteuerlich und vor allem klumpig werden würde, aber dass das Hauptproblem das Braten selber sein könnte, wäre mir nie in den Sinn gekommen... Innen noch halb roh und außen total verbrannt. Weil die so schnell angegangen sind, hat das mit dem Wenden natürlich auch nicht geklappt und man sieht hier das traurige Ergebnis!

Montag, 2. November 2009

1 Monat Japan

So, und weil ja nun auch der Monat vorbei ist und ich morgen einen freien Tag habe (warum auch immer) gibt es hier noch ein paar Bilder aus der Stadt und vom Campus! Ich finde, damit habe ich das Schweigen aus dem letzten Monat wieder wett gemacht...

Zunächst einmal ein wenig ARCHITEKTUR:














Und etwas mehr NATUR:
Mein Wohnheim und Ausblick:


So sieht es bei schönem Wetter aus. Ich wohne im fünften Stock (ganz oben) und die Häuser gegenüber erinnern mich an die Filme von Hayao Miyazaki. Ich mag den Ausblick!




Das Gebäude, in dem ich wohne, ist übrigens noch ganz neu. Ich glaube es wurde erst letztes Jahr eingeweiht!





Und nun noch einige Bilder vom SCHULWEG und CAMPUS in voller Herbstblüte:















Und weil das jetzt ganz schön viele Blätter waren...


...hier noch ein Bild von einem Taxi. Man beachte die Shrek-Ohren-ähnlichen Rückspiegel ;-)

Probenwochenende

Und weil es so schön war, gibt es gleich noch einen zweiten Eintrag hinterher. Ich wollte Ihn nur optisch abtrennen und weil ich gerade Zeit habe schiebe ich den gleich hinterher (und nicht erst morgen)!
Zunächst einmal sei gesagt, dass ich in einen Club in der Uni eingetreten bin. Der Club (oder Circle) heißt Wadachi und führt zwei mal im Jahr traditionelle Tänze, Gesang und Taiko (Trommeln) vor. Drei Mal darf geraten werden, weshalb ich dort eingetreten bin ;-) ...
Ich bin nun seit knapp zwei Wochen dabei und werde erst einmal nur im Chor mitsingen. Der erste Auftritt ist Anfang Dezember und bis dahin ist keine Zeit mehr um noch tanzen oder trommeln zu lernen... Na jedenfalls haben wir so etwas wie ein Probenwochenende gehabt und sind etwas raus gefahren. An sich war es sehr lustig, ich habe mir nur leider eine fette Erkältung geholt (soviel zum Thema übervorsichtige Japaner) und konnte also eigentlich nicht einmal singen und hing sowieso die ganze Zeit nur wie ein Schluck Wasser in der Ecke rum! Aber ich habe wieder ein paar Leute mehr kennengelernt und das war eigentlich auch der Grund, warum ich mitgefahren bin (wie berechnend...).
Die Bilder sind teilweise etwas unscharf, ich wollte den Blitz nicht verwenden. Aber so kann ich sie wenigstens ruhigen gewissens hochladen, weil man die Personen nicht erkennt!

Die Art der Zimmer war irgendwie witzig: Man konnte sowohl oben als auch unten schlafen und da man ja sein Bett immer wieder weg räumt (in die kleinen Boxen, die man hinten am Boden sehen kann) hat man tagsüber auch Platz gehabt!

Eine Sache, die in Deutschland sicherlich unmöglich ist, Lagerfeuer im geschlossenen Raum! Und dann auch noch in einer Turnhalle mit teurem Boden ... Nach uns haben da kleine Kinder noch trainiert, obwohl es ganz schon neblig wurde beim Löschen des Feuers.

Und um einen Eindruck von der Gegend zu bekommen:
Wir sind bis zur Endstation mit der S-/U-Bahn (keine Ahnung ob die das Unterscheiden) gefahren und anschließend noch eine dreiviertel Stunde mit dem Bus gefahren. Das war an der Bushaltestelle auf dem Rückweg. Es hat leider mal wieder geregnet, aber am Vortag gab es den ersten Schnee!

Von der Bushaltestelle war es übrigens nochmal ein 50-minütiger Fußmarsch...

支笏湖 - See Shikotsu


Heute gibt es die ersten Bilder...
Am 25.10. bin ich mit ein paar anderen Austauschstundenten und Japanern an den See Shikotsu gefahren. Der Herbst hat Einzug erhalten und man fährt an den freien Tagen (sprich Wochenende) traditionell in die Natur um sich die schönen, verfärbten Blätter anzuschauen! An sich war es sehr schön, nur denke ich wäre ein Wochenende vorher noch besser gewesen. Der Wind hat nämlich viele Bäume schon kahl geweht, sodass an den Berghängen einige graue Stellen zu sehen waren...


Zunächst einmal der See selbst! Es war leider etwas bewölkt (und unglaublich kalt!), sodass alles etwas trübe aussieht. Einfach auf das Bild klicken, dann wird es größer!



An der Stelle, an der wir Zugang zum See hatten, wurde ein kleiner Park angelegt und es gab die Möglichkeit raus zu fahren. Aber wie schon geschrieben war es sehr kalt und an sowas garnicht zu denken!

Und hier kommt mein Lieblingsbild. Dieser Baum stand direkt vor dem Besucherzentrum, in dem man Informationen zur Umgebung und Entstehung des Sees bekommen konnte, es handelt sich hierbei nämlich um einen vulkanischen See...